Begegnungsinitiative
behinderter und
nichtbehinderter
Menschen
in München
Als ich vor
einigen Jahren auf dem Weg nach Hause in der S-Bahn einige Zeitungsschnipsel
durchstöberte, stieß ich "zufällig" auf eine kleine unscheinbare
Annonce: "Silvester einmal anders - Behindertengruppe sucht noch
Begleiter für Silvesterwochenende".
Darüber
nachgedacht hatte ich schon oft, ob ich nicht mal etwas in dieser Richtung
ausprobieren und kennen lernen
sollte. Aber wer kennt es nicht das Gefühl von Unsicherheit, wenn ein
Rollstuhlfahrer am Bahnsteig steht, sich abmüht, in den Zug rein zu kommen, und
man nicht so genau weiß, wie man sich verhalten soll. Alles dies im Hinterkopf
hab' ich damals aber doch die "Kurve gekriegt" und bin - mit zugegeben
etwas gemischten Gefühlen - zu diesem
Wochenende gefahren. Und es war ein sehr intensives, berührendes Erlebnis für
mich!
Seitdem ist SILOAH für mich viel mehr, als ehrenamtliches Engagement Job. In SILOAH
hab' ich so etwas wie ein zweites zu Hause gefunden, hier herrscht ein
besonderer Geist und es findet menschliche Begegnung statt, wie ich sie vorher
so nicht gekannt habe. Kurzum: Unbedingt mal vorbei schauen!
Mehr Infos auf
unserer SILOAH-Homepage oder natürlich
auch über mich. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns dort vielleicht
einmal in einer ganz anderen Atmosphäre begegnen!

Zugegeben zu meiner Überraschung stellt ich in meinen ersten Monaten an der
Universität der Bundeswehr München fest,
dass es dort seit über 30 Jahren eine
Patenschaft
zu einer großen Einrichtung im München Westen gibt, die sich als Elternverein um
die Förderung und Betreuung mehrfach schwerstbehinderter Kinder und Erwachsener
bemüht: Helfende Hände e.V.
Einzig der Vermerk "n.n." bei der Koordination dieser Patenschaft störte
mich ein wenig, hielt er sich doch über mehrere Vorlesungsverzeichnisse hinweg
hartnäckig. Als ich den damaligen Präsidenten der Universität der Bundeswehr
München dann einmal auf die Patenschaft und diesen kleinen "Schönheitsfehler"
ansprach, gestand er mir, dass man sich schon seit längerem vergeblich bemühte,
einen Nachfolger für den langjährigen Koordinator zu finden. Na ja, und so
kommt's dann eben ... Auf seine Rückfrage, ob ich mir denn vorstellen könnte,
diese Funktion zu übernehmen, konnte und wollte ich natürlich nicht Nein sagen.
Und so koordiniere ich nun diese Patenschaft, mit der wir als Universität
versuchen, dem Verein Helfende Hände in ganz unterschiedlicher Art und Weise bei
seiner wunderbaren Arbeit in einer Zeit, in der auch solche sozialen
Einrichtungen unter immer stärkeren Druck geraten, unter die Arme zu greifen.
Seit einigen Jahren
unterstütze die CCF
(Christian Children Foundation) in Form von Kinderpatenschaften. Es
ist nun schon das dritte Kind, für das ich die Patenschaft habe. Kamto
heißt der kleine Junge, der mit seinem Vater (seine Mutter lebt nicht mehr) und
seiner Familie in sehr einfachen
Verhältnissen auf der Insel Java in Indonesien lebt. Durch meine
(bescheidene) Unterstützung ist die medizinische Versorgung sichergestellt und
gewährleistet, dass Kamto die Schule besuchen kann. Ich
stehe mit ihm und der CCF-Projektbetreuung vor Ort in Schriftwechsel,
bin so über seine Entwicklung informiert und habe einen sehr persönlichen und
direkten Draht. Besonders toll sind die von ihm gemalten Bilder, die er mir
immer wieder schickt.
Eine tolle Sache, wie ich finde. Ich kann eigentlich nur jeden, der ein paar
EURO im Monat entbehren kann - und wer kann das eigentlich nicht ?! - ermuntern,
eine solche Patenschaft zu übernehmen.